Später sind Julia und ich dann in die Mall in Hutt gegangen. Sehr cool! Sowas gibt's ja in Deutschland kaum, aber hier hat so ziemlich jede Stadt ne Mall.
Später waren wir bowlen. Im Bowlingcenter hat dann auf einmal alles angefangen total zu wackeln. Alle Kiwis sind entweder schreiend rausgerannt oder haben sich unter Tische geduckt usw. Ich war wie festgefroren. Das Erdbeben war glaub ich 6.6, was ja schon verdammt stark ist. ALLES hat sooo gewackelt. Meine Knie waren 3 Stunden später noch wie Pudding.
Für die Nacht waren dann noch weitere Erdbeben vorhergesagt und Julia und ich konnten nicht schlafen. Stattdessen haben wir uns Bilder von den Folgen angeguckt. Supermärkte, in denen alles auf dem Boden liegt, überflutete Toiletten, Risse in den Strassen, ein Teil vom Hafen ist einfach abgesackt. In manchen Gebäuden in Wellington sind Fenster kaputt gegangen und große Teile der Innenstadt von Wellington waren gesperrt. Die Menschen wurden gebeten Zuhause zu bleiben und viele Gebäude wurden geschlossen, selbst das Te Papa Museum war zu. Das hat normalerweise 365 Tage im Jahr geöffnet. Züge und Busse sind auch nicht Gefahren, weil viele Straßen wegen Rissen gesperrt waren/sind und die Bahnhöfe und Schienen ebenfalls erst von Ingenieuren überprüft werden mussten. Selbst der Flughafen wurde kurzzeitig geschlossen. Ein Hotel wurde evakuiert weil es 5 cm in den Boden gesackt ist. Ich glaube das war's so ziemlich.
Seit Sonntag habe ich jetzt auf jeden Fall eine Erdbeben-App. Geonet heißt die. Irgendwie gibt es kaum einen Zeitpunkt an dem es kein neues Erdbeben gibt, aber die meisten sind so klein, dass man sie nicht merkt.
Naja, das war's erstmal von mir. Vll kommt morgen noch ein kurzer Eintrag über meinen Vorbereitungskurs, wenn ich Zeit hab.
Viele Grüsse,
Johanna :)




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